Fotoausstellung „Architektur – Abstraktes – Licht – Wasser“
Große Ausstellung in der Mauritius Therapieklinik
PERSÖNLICHES
André Beckers
5/3/2025
Fotoausstellung „Architektur – Abstraktes – Licht – Wasser“
Ende November 2024 erhielt ich eine Anfrage von Frau Becker aus der Mauritius Therapieklinik in Meerbusch. Sie hatte mich über die Website der Stadt Grevenbroich (www.arbeitsplatz-kunst.de) entdeckt und Interesse an meinen Fotografien bekundet. Für März/April 2025 plante sie eine Fotoausstellung mit vier bis fünf Fotokünstler*innen in der Klinik und war noch auf der Suche nach passenden Teilnehmenden.
Was soll ich sagen – natürlich war ich stolz über diese Anfrage! Nach ein paar klärenden Gesprächen über Thema, Umfang und Zeitraum der Ausstellung sagte ich zu. Ursprünglich war geplant, dass wir uns im Februar zum ersten Mal treffen, um alles abzustimmen, damit die Ausstellung Mitte März starten konnte. Dieser Plan wurde allerdings verschoben, da die Klinik zum Jahreswechsel unter die Trägerschaft der St. Augustinus Gruppe in Neuss überging. Erst mussten interne Abstimmungen mit dem neuen Träger erfolgen.
Anfang Februar kam dann das "Go" von der Klinik – und plötzlich musste alles sehr schnell gehen: Die Vernissage war für Samstag, den 5. April 2025 angesetzt, und es blieb nicht mehr viel Zeit.
Ende Februar fand das erste Treffen mit zwei weiteren Fotograf*innen in der Klinik statt. Schnell wurde klar, dass wir drei allein nicht genug Arbeiten hatten, um die vorgesehenen Flure vollständig zu bestücken. Glücklicherweise kannte die Fotografin Susanne Altweger einen weiteren Fotografen mit Ausstellungserfahrung, der sich bereit erklärte mitzumachen. So waren wir schließlich zu viert und mussten rund 100 Fotos für die Ausstellung vorbereiten.
Ich hatte bereits zum Jahreswechsel begonnen, meine Bildarchive zu durchforsten und Fotos, die thematisch passten und mir persönlich gefielen, in einem separaten Ordner gesammelt. Anfangs war die Auswahl natürlich noch deutlich zu groß – also begann ich, die Sammlung immer wieder zu überarbeiten: einige Fotos flogen raus, andere kamen neu hinzu. Das war ein längerer Prozess.
Anfang Januar hatte ich zudem Glück: Auf einer Kleinanzeigenseite entdeckte ich ein Angebot für 16 hochwertige HALBE-Rahmen (50 x 70 cm) in nahezu neuwertigem Zustand. Mit ihrem schmalen silbernen Alurahmen und dem seidenmatten Glas gegen Reflexionen waren sie wie gemacht für diese Ausstellung – und vor allem: ich hatte bislang nicht genügend Rahmen in dieser Größe. Nach ein paar Gesprächen und etwas Verhandlung kaufte ich die Rahmen und holte sie persönlich ab.
Auch die Passepartouts stellte ich selbst her. Dafür hatte ich mir vor einiger Zeit einen Logan-Passepartoutschneider zugelegt – eine einmalige Investition, die sich durch eigene Herstellung schnell amortisiert. Nach längerer Suche fand ich schließlich auch den passenden weißen Karton. Jetzt waren Rahmen und Passepartouts vollständig – es konnte an die finale Auswahl und Sortierung der Bilder gehen.
Diese Sortierung war die anspruchsvollste Aufgabe. Welche Fotos ergeben in Serie einen stimmigen Zusammenhang? Welche Farbwelten harmonieren? Welche Themen lassen sich wie kombinieren? Dafür brauchte ich mehr Zeit als gedacht.
Mitte März begann ich mit dem Drucken der finalen Motive – auf meinem Canon imagePROGRAF PRO-1000, hauptsächlich im Format DIN A2 auf dem „Brilliant Museum Satin Matte White“-Papier von Calumet. Ich liebe die Haptik dieses Papiers – es ist angenehm matt, was für Ausstellungen besonders wichtig ist, da keine störenden Reflexionen entstehen. Man munkelt übrigens, dass das Papier tatsächlich von Hahnemühle stammt.
Pro Tag druckte ich zwei bis drei Fotos und ließ sie jeweils 24 Stunden trocknen, bevor ich sie rahmte. Danach kam jedes Bild wieder in den Karton, außen mit einem kleinen Vorschaubild versehen – zur besseren Übersicht beim Aufbau.
Am Ende stellte ich folgendes Ausstellungsmaterial zusammen:
16 Bilderrahmen 50 x 70 cm
3 Bilderrahmen 21 x 30 cm
3 Bilderrahmen 21 x 21 cm
1 Galerieprint 120 x 80 cm
1 Alu-Dibond 120 x 80 cm
2 Alu-Dibond 90 x 60 cm
Am Montag, den 31. März 2025, ging es am späten Nachmittag zum Aufbau in die Klinik. Das Aufhängen der Bilder entpuppte sich als nächste Herausforderung und dauerte deutlich länger als gedacht. Die Werke mussten mit Seelen an Galerieschienen befestigt werden, da Nägel und Schrauben in den Wänden natürlich nicht erlaubt waren. Ich dachte zunächst, gleiche Längen würden ausreichen – doch einige Schienen waren leider nicht exakt waagerecht montiert, sodass wir viel nachjustieren mussten.
Zum Glück war meine Frau an dem Tag an meiner Seite – mit ihrem tollen Auge für Farben und Ästhetik half sie mir sehr bei der finalen Anordnung der Werke. Als alles hing, war ich rundum zufrieden.
Am 5. April fand schließlich die Vernissage statt – und sie war ein voller Erfolg! Ich erhielt viel positives Feedback von den Besucher*innen. Das macht einen natürlich glücklich und auch ein Stück weit stolz.
Die Bilder hängen nun bis zum 26. Juli 2025 in der Klinik – und ich hoffe sehr, dass sie den vielen Patientinnen und Besucherinnen Freude bereiten.

























