Brüssel im Winter – Fotospots, Stimmung und Perspektiven eines Kurztrips

Ausflug in die belgische Hauptstadt

REISEFOTOGRAFIEURBAN & CITY & ARCHITEKTUR

André Beckers

12/30/2025

Brüssel im Winter

Im Dezember 2025 war es Zeit für eine kleine Auszeit. Für drei Tage reisten wir in die belgische Hauptstadt Brüssel – ein perfektes Ziel für einen winterlichen Städtetrip und zugleich eine überraschend vielseitige Kulisse für Fotografie.

Schon nach den ersten Stunden wurde klar: Brüssel ist nicht nur politisches Zentrum Europas, sondern auch ein visuell unglaublich spannender Ort – besonders in der Adventszeit.

Ankommen und Eintauchen in die Weihnachtsstimmung

Die Anreise erfolgte mit dem Auto, da die Entfernung von unserem Wohnort gut zu bewältigen war. Am Freitag am späten Nachmittag erreichten wir Brüssel, parkten das Auto in einem Parkhaus nahe unseres Hotels und machten uns direkt auf den Weg in die Innenstadt.

Ohne festen Plan ließen wir uns durch Straßen und Gassen treiben – ein Ansatz, der sich gerade für Fotograf:innen oft als der beste erweist. Licht, Architektur und Atmosphäre bestimmen den Weg.

Auf einem Platz zog eine große Menschenmenge unsere Aufmerksamkeit auf sich. Umgeben von prächtigen Gebäuden und einer imposanten Kirche entdeckten wir einen Countdown, der auf die Fassade projiziert wurde. Wenige Minuten später begann eine spektakuläre Licht- und Musikshow.

Erst später erfuhren wir, dass wir zufällig bei der bekannten Weihnachtsinszenierung „Echoes of Colours“ gelandet waren. Der Grand-Place verwandelte sich in ein leuchtendes Farbenmeer – ein perfektes Zusammenspiel aus Architektur, Licht und Emotion.

Für die Kamera ein Traum, für uns ein unvergesslicher Moment.

Nach einem Spaziergang durch die beleuchteten Gassen, einem Glühwein und einigen Nachtaufnahmen ging es zurück ins Hotel.

Zu Fuß durch Brüssel – Street Photography & Architektur

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Erkundung zu Fuß. In Google Maps hatte ich mir vorab Fotospots markiert und daraus eine Route erstellt.
Auf dem Weg lagen unter anderem:

  • der Königliche Palast

  • das Marollen-Viertel

  • das Europäische Parlament

  • zahlreiche kleine Straßen mit Cafés, Bars und Boutiquen


Brüssel erwies sich als perfekte Mischung aus historischer Architektur, moderner Stadtplanung und lebendiger Street Photography. Hinter jeder Ecke wartete ein neues Motiv – Lichtreflexionen, Kontraste, Details.

Am Ende des Tages hatten wir über zehn Kilometer zurückgelegt. Nach einer kurzen Pause im Hotel zog es uns dennoch erneut nach draußen, um die Stadt im Abendlicht zu erleben – eine Tageszeit, in der Brüssel fotografisch besonders reizvoll ist.

Atomium – ein Paradies für Architektur-Fotografie

Am letzten Tag standen das Atomium, ein Museum und ein ganz besonderer Fotospot auf dem Programm: die Metrostation Pannenhuis.

Die Fahrt mit der Metro verlief unkompliziert, und schon von außen beeindruckte das Atomium mit seiner futuristischen Form. Innen eröffnete sich eine Welt aus Treppen, Röhren, Spiegelungen und Perspektiven.

Mich faszinierte weniger die Geschichte des Bauwerks als vielmehr:

  • Linien und Symmetrien

  • Licht und Schatten

  • geometrische Formen

  • ungewöhnliche Blickwinkel

Es gab unzählige Motive – ideal für Architektur- und abstrakte Fotografie.

Der Aufzug zur obersten Kugel erwies sich allerdings als weniger lohnend: rund 30 Minuten Wartezeit nach oben, ein kurzer Rundgang und erneut lange Wartezeit nach unten. Fotografisch und atmosphärisch hat sich dieser Teil für uns nicht gelohnt.

Designmuseum – Inspiration zwischen Bauhaus und Plastik

Im Ticket enthalten war der Besuch des nahegelegenen Designmuseums. Die Ausstellung reichte von Bauhaus-Design bis zu experimentellen Kunststoffobjekten.

Für Fotograf:innen bietet das Museum interessante Details, Formen und Farben – ein guter Ort für kreative Perspektiven. Nach etwa 45 Minuten hatten wir einen guten Eindruck gewonnen.

Metrostation Pannenhuis – ein Geheimtipp für Fotograf:innen

Am Nachmittag fuhren wir zurück Richtung Zentrum und legten einen geplanten Stopp an der Metrostation Pannenhuis ein. Ich hatte sie zuvor auf Fotos entdeckt – und war sofort begeistert.

Vor Ort bestätigte sich der Eindruck:

Eine außergewöhnliche Station mit starkem Design, klaren Linien und spannenden Lichtverhältnissen. Wir verbrachten dort fast eine Stunde, experimentierten mit Perspektiven, Brennweiten und Bildkompositionen – und gingen mit vielen gelungenen Aufnahmen.

Für mich ist Pannenhuis einer der spannendsten Fotospots in Brüssel.

Fazit – Brüssel als unterschätztes Fotoreiseziel

Brüssel hat uns überrascht:

Die Stadt bietet eine beeindruckende Vielfalt an Motiven – von historischen Plätzen über moderne Architektur bis zu urbanen Details. Gerade im Winter entfaltet sie eine besondere Atmosphäre, die fotografisch unglaublich reizvoll ist.

Für uns steht fest:
Im Sommer kommen wir irgendwann zurück – mit noch mehr Zeit, noch mehr Fotospots und noch mehr Perspektiven.